Wahanlen Earrach - »Tränen des Erwachens«

Das Leben in Shaendâra entwickelte sich während der ersten Tage aus Wahanlen Earrach, den »Tränen des Erwachens«.

Dabei handelte es sich um eine Art schöpferischen Regen, in dem die Shana urkräftige Energien verdichtet und entfesselt hatten. Jene Energien bezeichneten sie als die Geister der Urkraft und gaben ihnen die Namen Tândrul, Gandawyr, Daeroniel und Diurylsar. Diese herrschten über die Mächte von Feuer, Luft, Erde und Wasser.

Alles Lebendige zeigte sich fortan als schwächerer Spiegel der Urkräfte, die zu beherrschen fortgeschrittene Geistesmagie erfordert.

 

Jede einzelne der Ynn Elfeinn, der Urkräfte der Elementare beeinflusst auch die übrigen drei. Sie funktionieren als Kreislauf.

Beim erwachenden Frühlingsmorgen am östlichen Himmel trägt der Wind Blüten heran. Die Pflanzen wachsen durch Wasser und werden fruchtbar. Auf diese Weise entstehen Kraft und Stärke. Aus dem Holz entspringt das Feuer, in der Glut des südlichen Sommers und die Zeit des vollen Lebens. Das Feuer verbrennt zur Asche, die die Erde nährt, ehe diese reife Früchte hervorbringt. Das Erdreich speichert ewige Lebenskraft, Stabilität und Geborgenheit. Somit bildet die Erde die Mitte alles Lebendigen. Sie birgt Mineralien und Erze, die zu Metallen verarbeitet werden. Der Herbst, die Zeit des Metalls, streift alles Überflüssige ab. Ruhe kehrt ein. Das Metall ist zugleich Mutter des Wassers, das durch Mineralien bereichert wird. Das Wasser selbst ist Anfang und Ende, Kälte und Stille des nördlichen Winters, Tod und Wiedergeburt. Der Kreislauf beginnt von vorne.

 

Wenngleich der Geist jedes Einzelnen alle Elementare zu verstehen und deren Stimmen, die vier Lieder Avaarus, beherrschen lernen mag, agiert doch in jedem Lebewesen meist einer stärker als die anderen. So wirkte in all jenen, die im Laufe der Zeitalter zum Hüter des Seelenfeuers erwählt wurden, zuhöchst die Magie des Feuers, während den Priesterinnen aus Beth'nal'Mâr die Macht des Wassers am stärksten innewohnt.