Die Reiche und unabhängigen Inseln

Arcano - »Land der Vulkane«

 

Arcano, das Land der Vulkane, war seit jeher heiß und trocken.

Im Westen bilden die Donnerberge die Grenze zu Uskûndor, während die Feuerberge das Land nach Süden hin, gegen Tâlameth, abschirmen.

 

Hierher hatte sich nach Golmôgs Niederlage die Mehrzahl der Anhänger des Scath'Melôr versteckt und übte in dem dunklen, von brennenden Feuerspalten durchzogenen Land, weiter ihre finsteren Künste aus.

Jeder grauenvolle Schrecken, der sich in den Zeitaltern danach über Shaendâra ausbreitete, stammte aus den tiefen, schwarzen Katakomben, die sie dort errichtet hatten.

 

 

 

 

 

 

 

Câllveron - die südlichen Steppen

 

Câllveron war einst ein blühendes Land, das nach der Großen Schlacht am Ende des Zweiten Zeitalters teils verdorrte.

Anders jedoch als im verlassenen Reich Enwaerûn existiert in den südlichen Steppen durchaus noch Leben, bewahrt durch den Stamm der Töchter Bêthnahels.

 

Im Osten Câllverons befand sich einst der Ostwald, teilweise sumpfiges Moor. In späteren Zeiten hörte man verstärkt unheilvollen Geschichten über diese Sümpfe, in denen grausige Kreaturen zu hausen schienen, weshalb kaum ein Geschöpf wagte, das Gebiet zu betreten. 

 

 

 

Drâea - das westliche Königreich

Im Jahr 1.723 LD einten sich die Stämme des Westens unter Dragas, der daraufhin das Königreich Drâea gründete und dessen erster König wurde. Die Grenzen des Reiches zogen sich von den Frostbergen im Norden, entlang des Eisengebirges bis zum Mullach Geal, dem »Weißen Gipfel«, dann weiter südwestlich bis ans Meer. In der Mitte des Reiches erbaute er Ba'lar'Richath, die Stadt des Königs und von dort regierte er, wie später sein ältester Sohn Draléif, über das Land.

 

Nach dem Sieg über Zorlêw verlagerte König Aeghal die Hauptstadt des Reiches in die östliche Schutzfestung, die er zu Ehren seiner Gemahlin Kyenndra in Kendorras, Stadt des Friedens umbenannte. Auch diese Stadt wurde im Krieg gegen Tolgônn von den Rak'Zhâr zerstört. Seitdem regieren die ungekrönten Nachfahren Aeghals in Dh'Aschjar. Zu Zeiten der Gefährten ist dies der Statthalter Tamhorren, da der rechtmäßige König verschollen ist.

 

 

Innis Or - die »Goldenen Inseln«

 

Eine Gruppe von drei Inseln im Westmeer, vor der Küste des Königreiches Drâea, südlich von Kastal Roc.  

An der Ostseite der nördlichsten Insel liegt die Stadt Galeija, in die der Statthalter Dh'Aschjars seine Tochter, Prinzessin Aenna, zu deren Schutz entsandt hatte. Dort weilte sie - bis zum Erscheinen der Gefährten - bei ihrem entfernten Verwandten Halvard.

 

 

 

Enwaerûn - die Ödnis

 

Die Erben Enwas' gründeten das zu früheren Zeiten magische Hochzentrum Shaendâras: 

Enwaerûn.

Einige der Enwaren zogen später südostwärts und nach Tâlameth, wo sie die Gründer der »Akademie des treuen Pfades« wurden, der einstmals größten Zauberschule Shaendâras.

 

Während der Großen Schlacht gegen Ende des Zweiten Zeitalters wurde Enwaerûn von einem gewaltigen, markerschütternden Beben überrollt. Seitdem existiert dieser Landstrich einzig als trostlose Ödnis, in der weder Pflanzen noch anderes Leben gedeihen.

 

 

 

Frosteera - »Eislande«

 

Hoch im Norden, hinter den Frostbergen, erstreckten sich die Eislande Frosteeras, als langgezogener Streifen nach Osten hin, beinahe bis zum Donnergebirge.

Nur wenige Menschen, die Issari, leben in dieser kalten Einöde, in der das ganze Jahr über eisige Winde bliesen, und erschufen kleinere Dörfer.

 

Firnhe und Fhaerûn befinden sich im westlichen Teil des Landes, der Wildernis, während Askyr inmitten der Fol Gathyr - der Eisigen Einöde im Nordosten Frosteeras liegt. Dort findet sich auch der Tempel der Weißen Zauberin Valkea, die eines der uralten magischen Artefakte bewacht, die dem Erhalt des Lichtes dienen, den Schneediamanten.

 

 

 

Likhana - 

Fürstentum im Süden

 

Das Fürstentum Likhana ist das kleinste Reich Shaendâras und liegt mit seinen Küsten sowohl am West- als auch am Südmeer.

Die Hauptstadt Tánahar, die regen Schifffahrtshandel mit dem Hafen von Cala Shyrna auf der Sterninsel betreibt, beherbergt den Sitz des regierenden Fürsten. Zu Zeiten der Geführten ist dies Fürst Sandul.

 

Neben der Hauptstadt existieren zwei weitere Städte - Mineth im Westen und Tymeera im Osten. Jenseits der Hügelstadt Mineth erstrecken sich die Noc Scair, die Weinenden Hügel, bis zum Westmeer. In ihnen haben die Tallocs ihre weit verzweigten Labyrinthhöhlen erbaut. Die Likhyner halten sich von diesen Hügeln fern.

 

 

Eilean Strell - »Sterninsel«

 

Insel vor der Südküste des Fürstentums Likhana, deren Hafenstadt Tánahar regen Handel mit Cala Shyrna - der Hauptstadt der Sterninsel betreibt.

 

 

 

Tâlameth - »Heiße Erde«

 

Der Westen und Süden dieses Reiches bestehen aus trockenen und dornigen Steppen, die von den Tûlla, den Nachfahren Rigmors und Dubhors, bewohnt werden.

Flüsse oder andere Gewässer existieren hier äußerst selten.

 

Im Nordwesten, unmittelbar an der Küste, liegt die Hafenstadt Jal'Dharbheira, die ihren Ursprung noch vor der Ersten Verdunkelung in einer Ansiedlung der Enwaren besitzt.

Jene Siedlung trug damals den Namen Aza'Dhaan und war weit oberhalb auf den kantigen Klippenterrassen erbaut worden, mit Blick auf die Bucht der rauen Wogen. Im Zentrum Aza'Dhaans lag einst die »Akademie des treuen Pfades«. Jedoch wurde diese mitsamt der umliegenden Stadt später größtenteils durch die Macht des Schattens zerstört.

Die Tûlla, die sich in den folgenden Jahren in den Ruinen niederließen und diese wieder aufbauten, nannten die neue Stadt Jal'Dharbheira.

 

Etliche Tagesreisen entfernt, im Südosten, liegt die zweite große Festung der Tûlla, die Stadt Ajjadûr.

Wie Jal'Dharbheira verfügt auch Ajjadûr über keinen offiziellen Regenten. Doch tatsächlich herrschen in beiden Städten die Nabril'q, sich selbst als »vornehme, edle Herren« über das Volk erhebende reiche Kaufleute. Überwiegend auf ihren eigenen Vorteil bedacht, üben sie Druck und Grausamkeiten gegenüber den Bewohnern jener beiden Städte aus.

 

Als dritte große Stadt existiert Tagris Mor am südwestlichsten Zipfel des Reiches Tâlameth, umringt von weiten Hügelketten.

Wenngleich inzwischen überwiegend von Tûlla bevölkert, handelte es sich ursprünglich um eine uralte magische Stätte, die Dràochs Enkel Gebor und dessen Nachkommen, die Alte Sippe, begründeten.

Zu Zeiten Elyjas und Andrûs leben nur noch zwei jener Nachfahren in Tagris Mor und bewahren die seltene Magie der Seher, die seit hundert Jahren keinem Zauberer mehr innewohnte. 

 

Im Nordosten hingegen erstreckt sich über weite Meilen die Fas Daran, das »Sandige Meer«, mit endlos scheinenden, feurig schimmernden Dünen. Die Nomaden der Daraner verbringen nur wenig Zeit in ihren beiden Wüstenlagern Jar'Dorrh und Kel'Aydhar. Über viele Monate ziehen sie durch das Land und treiben Handel mit den Tûlla der westlichen Städte.

 

 

Innis Aonar - »Einsame Insel«

 

Insel im östlichen Südmeer, vor der Küste Tâlameths;  

dort liegt der Magiertempel von Gwylmar, wo die Zauberin Faistirna die Prophezeiung über das auserwählte Kind sprach.

 

Einst trug die Insel den Namen Nir und gehörte zu den "Sieben Schwestern", entlang derer die sicherste Schiffsroute durch die Sturmsee verlief. Die ehemals anderen sechs Inseln hießen Porros, Katayn, Qu'lam, Hyul, Lynesos und Zysandre. Wie auch der Landarm, der Tâlameth mit der Stadt Xh'llor in der Freien Weite verband, versanken die sechs Inseln während eines gewaltigen Bebens nach der Großen Schlacht.

Da allein Nir bestehen blieb, nannte man sie fortan die Einsame Insel.

 

 

 

Uskûndor - »Land des Wassers«

 

Die Nachkommen Dràochs siedelten sich in der Mitte Shaendâras an, von den Frostbergen bis zum Südmeer und in diesem Gebiet entstanden mächtige magische Tempel.

Im Norden, zwischen den Eisenbergen und dem Donnergebirge ließ sich die größte Gruppe nieder und nannte ihr Gebiet Uskûndor, das Land des Wassers, aufgrund der zahlreichen Flüsse, die sich durch die weiten grünen Wiesen schlängelten und dem großen Sichelsee.

 

 

 

Dol Bînn - der Klippenfels

 

Der Dol Bînn ist ein zackiger Inselfels inmitten der Bucht der rauen Wogen, auf dem sich einst die Kinder Gaoths und Fûhbors niedergelassen hatten und auf den lange Zeit kein Mensch seinen Fuß gesetzt hatte.

 

Einem steil gewundenen Bergpfad hinauf folgend, gelangt man zu den Schwebenden Inseln Draegeyjas, dem oberhalb der Wolken verborgenen Hort der Drachen.

Dorthin zogen sich die Draeghan nach dem Sieg über Zorlêw zurück, angeführt von ihrem Drachenfürsten Ârachpor.

 

 

 

Xh'llor - »Schwarzer Kessel«

 

Xh'llor liegt inmitten der Sturmsee, weit südlich der Küste Tâlameths.

Einst lag die Stadt am Rande der Freien Weite und war mit dem Wüstenreich verbunden. Jener Landarm wurde jedoch nach der Großen Schlacht durch ein gewaltiges Beben vernichtet, ebenso wie die Sieben Schwestern mit Ausnahme der größten Insel Nir.

 

In Xh'llor haben sich viele Zauberer und Hexen niedergelassen, die die schwarzen Künste ausüben und Seelen in die Sklaverei zwingen. Darum nennt man die Stadt auch den Schwarzen Kessel.